Badwater Ultramarathon, Death Valley, Kalifornien, USA
18.07.2008, Die durch die Hölle gingen und im Paradies der Ultramarathonläufer ankamen
Nur sieben Läufer haben den 2008er Badwater Ultramarathon nicht beenden können. Dahinter stehen sieben Leidensgeschichten, die in der Ergebnisliste mit einem DNF (Did Not Finish) sehr unzureichend Ausdruck finden. Dieser Ultramarathon hat in über 30 Jahren viele Geschichten geschrieben. Auch in diesem Jahr. So sind es nur Männer, die ein DNF bekamen. Unter den ersten zehn Glücklichen waren fünf glückliche Frauen. Der beste Deutsche, Hubert Karl, hat sich mit etwa 6 Stunden Rückstand zum Führenden auf den sechsten Platz ins Paradies der Ultramarathonläufer hinter der Ziellinie gequält.
Nicht jeder Läufer konnte seine Ankunft stehend genießen. Viele gingen in die Knie oder sackten erschöpft zusammen. Die Sonne, die Höhenmeter und die Länge dieses Marathons lassen auch die besten Ultramarathonläufer der Welt nach 217 Wüstenkilometern ganz menschlich erscheinen. Diesen Eindruck hat man während des Rennens nicht. Am Straßenrand stehend, ist ein "normaler Mensch" körperlich eigentlich schon total überfordert. Da haben die vorbeilaufenden Läufer schon etwas Erhabenes – etwas Unmenschliches.
Das Feld der Läufer wurde von Amerikanern dominiert. Denn jeder Läufer benötigt ein Team von mindestens drei Betreuern und der Aufwand dafür lässt sich leider nicht allein mit Enthusiasmus bezahlen. So sah man zahlreiche Sponsoren an den heißen Oberkörpern, Armen, Beinen und Füßen durch die Wüste eilen. Die Unternehmen lassen hier unter den Extrembedingungen Produkte testen, um die Erfahrungen dann in die Produktion fließen zu lassen. Besonders fiel 2008 ein außergewöhnlicher Laufschuh auf. Mit besonders breitem Vorderfuß – der Hersteller nennt das Konzept "Zehenfreiheit" – rannten zahlreiche Läufer teilweise in nur einem einzigen Paar der Schuhe die gesamte Strecke. Durchschnittlich braucht ein Läufer zehn Paar. Die Freizeitsportler können sich freuen, solches Material auch einsetzen zu können. Denn fast alle getesteten Produkte sind schon auf dem Markt verfügbar – auch dieser ganz besondere Laufschuh, der HighPerformance 2.5, aus Bietigheim-Bissingen in Deutschland.
Immer wieder während des Badwater Ultramarathons sah man bis zur Unkenntlichkeit getarnte Autos an den Läufern vorbei huschen. Denn hier werden nicht nur Laufschuhe getestet. Viele neue Autos, die irgendwann Deutschlands Straßen befahren, mussten hier, an einem der unwirtlichsten Plätze der Welt, zeigen, wozu sie fähig sind.
Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Und so zieht der Tross der Ultramarathonläufer am Tag danach schon wieder weiter. Doch die meisten haben Badwater schon im Kalender des nächsten Jahres fest eingetragen – the worlds hardest footrace!
Der 31. Badwater Ultramarathon in Zahlen:
Datum: 14.-16. Juli 2008 Ort: Death Valley, Mojave Wüste, Kalifornien, USA Länge: 135 Meilen/ 217 Kilometer Start: Badwater (86m unter dem Meeresspiegel) Ziel: Mount Whitney Portal (2530m über dem Meeresspiegel) Höhenunterschied: Anstieg: 3.962 Meter, Abstieg: 1.433 Meter Sieger: Jorge Pacheco, USA, 23:20:16 Zweiter: Akos Konya, USA, 23:49:44 Dritte: Jamie Donaldson, USA, 26:51:33 Bester Deutscher: Hubert Karl, Ger, 29:30:40 www.bitreactor.to_Gina_Lisa_Tape.avi Rekord: 22:51:29 von Valmir Nunes aus Brasilien, 2007
Links:
www.baer-schuhe.de
www.badwater.com
www.high-performance-running.com www.dagmar-grossheim.de
www.heukemes.net
Die Firma BÄR:
Seit über 25 Jahren Hersteller von Schuhen für anspruchsvolle Füße mit den Hauptmärkten Deutschland, Frankreich, England, Japan und Schweiz. BÄR-Schuhe stehen für Zehenfreiheit, Nullabsatz und hohe handwerkliche Qualität, die unter dem Unternehmensclaim "Ihr Leben wird gut laufen" ausschließlich über Katalogversandhandel, das Internet und eigene Filialen vertrieben werden.
Gründung des familiengeführten, mittelständischen Unternehmens: 1982 Laufschuhherstellung: seit 2002 Badwater Sponsor: seit 2008
ENDE Pressemeldung / Pressemitteilung Badwater Ultramarathon, Death Valley, Kalifornien, USA
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
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