Aktuelle YouGov-Umfrage: Investitions-Potenziale für Net Zero Industrien im Rheinischen Revier noch wenig bekannt

27.10.2026 | 14:33 Uhr | Pressebüro NRW.Global Business

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27.10.2026, Düsseldorf (ots) - Die Mehrheit der Schweizer Unternehmen plant kurz- bis mittelfristig Investitionen in klimaneutrale Technologien. Chancen dafür übersehen sie jedoch bisher: Der Net Zero Industry Act (NZIA) der EU und das Rheinische Revier als Net Zero Valley sind in der Schweiz überwiegend unbekannt.

Die Schweizer Wirtschaft stellt die Weichen für den grünen Wandel: Mehr als die Hälfte der Schweizer Unternehmen (56 Prozent) plant in den kommenden fünf Jahren konkrete Investitionen in klimaneutrale Technologien - mehr als in den Niederlanden (44 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (35 Prozent). Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von NRW.Global Business unter Führungs- und Fachkräften in diesen drei Ländern.

Wichtigste Standortfaktoren für Schweizer Firmen sind qualifizierte Arbeitskräfte (69 Prozent), eine hervorragende Infrastruktur (67 Prozent) sowie vereinfachte, schnellere Genehmigungsverfahren (62 Prozent). Genau diese Voraussetzungen bietet das Rheinische Revier im Westen Deutschlands, das sich von Europas größtem Braunkohlerevier zur klimaneutralen Industrieregion entwickelt - und gerade als Net Zero Valley ausgezeichnet wurde. Den befragten Schweizer Führungs- und Fachkräften ist jedoch das Potenzial des Rheinische Reviers, das Konzept des Net Zero Valley sowie der Net Zero Industry Act (NZIA) der Europäischen Union weitgehend unbekannt.

Wissenslücken bei EU-Gesetz NZIA und Net Zero Valley

Als besonders unterstützenswert, so die aktuelle Umfrage, werden dabei vor allem Investitionen in Schlüsseltechnologien wie Netztechnologien und elektronische Ladetechnik (65 Prozent), Batterie- und Speichertechnologien (62 Prozent), Elektromobilität (62 Prozent) und Wasserstofftechnologien (61 Prozent) erachtet. Den regulatorischen Rückenwind für solche Industrieansiedlungen bietet der NZIA der Europäischen Union. Er soll Genehmigungsverfahren beschleunigen und den Aufbau klimafreundlicher Produktion fördern. Dieses Instrument ist jedoch in der Schweiz noch wenig bekannt: 53 Prozent der befragten Schweizer Fach- und Führungskräfte kennen den NZIA kaum oder gar nicht.

Auch das Konzept der Net Zero Valleys - Regionen, die von den vereinfachten Rahmenbedingungen des NZIA besonders profitieren - ist in der Schweiz noch ein Geheimtipp: 19 Prozent der Befragten kennen das Konzept. Das ist mehr als im Vereinigten Königreich und den Niederlanden. Das Rheinische Revier ist ein solches Net Zero Valley.

"Perfekter Match für Schweizer Unternehmen"

"Der Net Zero Industry Act bietet eine große Chance für grüne Industrieansiedlungen, doch das Potenzial ist in der Schweiz noch zu wenig bekannt", sagt Jochen Pollotzek, Head of Division Rheinisches Revier bei NRW.Global Business. "Als Net Zero Valley bieten wir Schweizer Unternehmen ideale Voraussetzungen für ihre Expansion in den EU- Binnenmarkt: Wer im Rheinischen Revier investiert, profitiert mehrfach: von beschleunigten Verfahren, fertigen Gewerbeflächen, direkten Netzanschlüssen und starken Forschungspartnern von Wasserstoff bis Batterie-Recycling."

Das Rheinische Revier punktet mit Spitzenforschung und hochqualifiziertem Nachwuchs durch Partner wie die RWTH Aachen, die Fraunhofer-Institute oder das Forschungszentrum Jülich. Dazu kommt eine exzellente Logistikanbindung sowie den geplanten Anschluss an das europäische Wasserstoff-Kernnetz.

"Bekanntheit steigern, Potenziale nutzen"

Obwohl die Schweizer Investitionsabsichten und der Standort Rheinisches Revier perfekt zusammenpassen, haben viele Unternehmen die konkreten Chancen bislang noch nicht auf dem Schirm: 38 Prozent der Befragten in der Schweiz kennen das Rheinische Revier bislang noch nicht als Wirtschafts- und Investitionsstandort (42 Prozent kennen es grob, 17 Prozent genauer).

"Schweizer Unternehmen suchen verlässliche und dynamische Standorte für ihre Investitionen in die grüne Transformation", betont Jochen Pollotzek. "Die Kombination aus etablierter Industrie, europäischer Spitzenforschung und den Beschleunigungseffekten eines Net Zero Valleys macht das Rheinische Revier hochattraktiv. Unsere Aufgabe ist es nun, diese Stärken in der Schweiz noch gezielter zu vermitteln und Schweizer Unternehmen bei ihren Expansionsschritten in die EU zu begleiten."

Über die Umfrage

Die Daten dieser Umfrage im Auftrag von NRW.Global Business basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov-Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum vom 12. bis zum 30.07.2026 insgesamt 746 Fach- und Führungskräfte befragt. Darunter 256 in den Niederlanden, 234 in der Schweiz und 256 im Vereinigten Königreich. Die Erhebung wurde nicht quotiert und die Ergebnisse anschließend nicht gewichtet. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ.

Pressekontakt:

Phuong Anh Kitty Krause

Project Manager Marketing Rheinisches Revier

+49 211 13000-501

krause@nrwglobalbusiness.com

Über das Rheinische Revier
Das Rheinische Revier im Westen Nordrhein-Westfalens ist Europas größtes Braunkohleabbaugebiet sowie ein Zentrum der energieintensiven Industrie in Deutschland. Bis 2030 wird die Region aus dem Braunkohletagebau aussteigen. Dank eines Transformationsbudgets von 14,8 Milliarden Euro und günstigen Ausgangsbedingungen will sich das Rheinische Revier nun zu Europas erstem klimaneutralen Industriestandort entwickeln. Nordrhein-Westfalens landeseigene Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.Global Business will internationale Unternehmen davon überzeugen, an diesem Projekt mitzuwirken und die Dynamik des Wandels zu nutzen.

27.10.2026 | 14:33 Uhr | von Pressebüro NRW.Global Business

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