Postbank: Nachhaltige Verteuerung von Erdöl erst nächstes Jahr

25.06.2010 | 08:44 Uhr | Deutsche Postbank AG

Deutsche Postbank AG

25.06.2010, Trotz der gestiegenen Nachfrage nach Erdöl erwartet die Deutsche Postbank AG im laufenden Jahr noch keine Preissprünge beim schwarzen Gold. Erst 2011 sieht sie den Preis je Fass wieder bei deutlich über achtzig Dollar.

„Die Lagertanks sind weltweit voll“, sagt Chefvolkswirt Dr. Marco Bargel. „Daran hat auch die Kürzung der Fördermenge nicht viel geändert, die die OPEC Anfang 2009 beschlossen hat.“ Die Quotendisziplin der erdölproduzierenden Staaten hat seither immer mehr nachgelassen. Statt der vereinbarten 24,8 Millionen Fass Öl pro Tag förderten die der Quote unterworfenen OPEC-Staaten Ende Mai schon wieder mehr als 27 Millionen Fass pro Tag. Auch sonst droht keine Knappheit: Es gibt genug freie Förderkapazitäten, die bei einem Anstieg der Ölnachfrage rasch mobilisiert werden könnten.

Erst kürzlich hat Saudi Arabien bekannt gegeben, dass es seine Förderkapazitäten um 2 Millionen Barrel pro Tag auf jetzt 12,5 Millionen Barrel pro Tag gesteigert hat. Unsicherheit droht allerdings aus China. Öl wird in US-Dollar bezahlt, und häufig treibt ein schwacher Dollar den Ölpreis in die Höhe. Aus diesem Grund kann die von China angekündigte flexiblere Wechselkurshandhabung zwischen Yuan und Dollar auch den Ölpreis beeinflussen. Liesse China eine kräftigere Yuan-Aufwertung zu, könnte der Dollar auch gegenüber anderen Währungen leiden.

Ein schwacher Dollar wiederum würde den Ölpreis stützen. Inflationsrisiken über steigende Rohstoffpreise erwarten die Volkswirte der Bonner Bank mit Blick auf die Ölpreisentwicklung vorerst kaum. Vor allem in den Industrieländern, in denen die Konjunkturerholung noch nicht in einen selbst tragenden Aufschwung eingemündet ist, würde ein heftiger Ölpreisanstieg einen erneuten Rückgang der Ölnachfrage nach sich ziehen. Dies wiederum würde den Ölpreis erneut bremsen.


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25.06.2010 | 08:44 Uhr | von Deutsche Postbank AG

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Über Deutsche Postbank AG

Die Postbank Gruppe ist mit 14,5 Millionen Kunden, rund 22.000 Beschäftigten und einer Bilanzsumme von 194 Milliarden Euro einer der grossen Finanzdienstleister Deutschlands. Ihr Schwerpunkt ist das Retailgeschäft mit Privatkunden. Daneben ist sie im Geschäft mit Firmenkunden aktiv.

In ihrem Geschäftsfeld „Transaction Banking“ erbringt sie Back-Office- Dienstleistungen für andere Finanzdienstleistungs-Unternehmen. Im Juni 2004 ging die Deutsche Postbank AG an die Börse. Seit September 2006 ist sie im DAX gelistet. Hauptanteilseigner ist die Deutsche Post AG.

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