Porsche bedauert Absage des geplanten Vermittlungsgesprächs


28.08.2008, Stuttgart. Der Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, heute darüber informiert, dass das für den 10. September 2008 anberaumte Vermittlungsgespräch in Frankfurt abgesagt wurde. Bei dem Treffen hätte unter Vermittlung von Huber die Regelung der Betrieblichen Mitbestimmung in der Porsche SE diskutiert werden sollen.

Sowohl die Vertreter des Vorstandes als auch des Betriebsrates der Porsche SE bedauern diese Absage. Der Porsche-Konzernbetriebsrats- vorsitzende Uwe Hück zeigt weiterhin Kompromissbereitschaft, hält aber am Vetorecht für die Kündigung der Vereinbarung ebenso fest wie an der Laufzeit von zehn Jahren. VW könnte ohne das Vetorecht die Mitbestim- mungsvereinbarung kündigen und in allen Fragen durch seine pure Größe die Belegschaften kleinerer Teilkonzerne überstimmen. Hück: "Die Porsche-Belegschaft will eigenständig bleiben. Auch zukünftig soll deshalb gelten: Porsche bleibt Porsche und VW bleibt VW." An diesem Grundsatz möchte der Konzernbetriebsratsvorsitzende nicht rütteln. Dagegen sei er den VW-Arbeitnehmern in zahlreichen anderen Punkten wie beispielsweise der Größe des SE-Betriebsrates bereits entgegen- gekommen.

Die Mitbestimmungsvereinbarung sei so gestaltet worden, dass unter dem Dach der Porsche SE auch ein kleiner Teilkonzern wie die Porsche AG nicht benachteiligt werde. Immerhin sei es die Porsche-Belegschaft gewesen, die in den vergangenen Jahren das Geld erwirtschaftet habe, mit dem das Unternehmen jetzt die Mehrheit am VW-Konzern über- nehmen könne.

Hück weist in diesem Zusammenhang die Vorwürfe des Wolfsburger Betriebsrates zurück, es mangle ihm an Demokratieverständnis, wenn er die unterschiedlich großen Belegschaften der Porsche AG und der Volkswagen AG als gleichberechtigte Partner ansehe. Auch innerhalb der Europäischen Union verfügten kleinere Länder über Vetorechte, um ihre Eigenständigkeit zu bewahren. Von der Mitbestimmungsverein- barung würden deshalb auch jene Unternehmen profitieren, die künftig noch hinzukommen könnten.

An die IG-Metall-Spitze in Frankfurt und an die Arbeitnehmervertreter von VW appelliert Hück, sich weiterhin um eine Lösung des Konflikts zu bemühen. Der Porsche- Konzernbetriebsratsvorsitzende ist davon überzeugt, dass ein Kompromiss nur mit und in der IG Metall zwischen den Arbeitnehmern gefunden werden könne. Die Gespräche über die Mitbestimmungsvereinbarung der Porsche SE müssten auf der Ebene der Arbeitnehmer geführt werden. Dabei spiele die IG Metall als Vermittler eine ganz wesentliche Rolle, so Hück.

Der Vorstand der Porsche SE sieht durch die Absage des geplanten Vermittlungsgesprächs den Mehrheitserwerb der Volkswagen AG in keiner Weise beeinträchtigt. Der Fahrplan stehe, so der Porsche-Vorstand. Die Probleme auf der Arbeitnehmerseite müssten deshalb auch von deren Vertretern gelöst werden.

ENDE Pressemeldung / Pressemitteilung Porsche bedauert Absage des geplanten Vermittlungsgesprächs


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.



Über Porsche AG:
Die Porsche Automobil Holding SE bildet das Dach der operativ tätigen Tochtergesellschaft Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG und führt die Beteiligung an der Volkswagen AG. Durch die neue Struktur stellt Porsche sicher, dass die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit des traditionsreichen Stuttgarter Unternehmens vollständig gewahrt bleiben.

Das ist der Sinn und Zweck der Trennung der Beteiligungsverwaltung vom operativen Geschäft.

Gleichzeitig entsteht mit der Holding eine Unternehmenseinheit, die für das Beteiligungsmanagement zuständig ist.


Newsletter abonnieren
Auf  diesem Link abonnieren Sie unseren Newsletter und sind stets aktuell informiert.


Eigene News publizieren
Haben Sie eine aktuelle Firmeninformation oder ein Angebot, dass Sie hier publizieren möchten?
Auf  diesem Link erfassen Sie die entsprechenden Informationen.

Aktuellenews.de

Der Onlineverlag HELP Media AG publiziert seit 1996 Konsumenten­in­for­mationen.

Referenzen

  Online-Shop

HELP Media AG in Social Networks
Facebook X (früher Twitter) Instagram LinkedIn YouTube

Schweizer Firmen-News

WOV wird gezielt unterstützt - Signalisationen werden erweitert
Kantonale Verwaltung Uri, 30.04.2026

Erziehungsrat besucht Urner Schülerinnen und Schüler in Farvagny
Kantonale Verwaltung Uri, 30.04.2026

Siehe mehr News

Ihre Werbe­plattform

HELP.CH your e-guide ® ist ein führendes Ver­zeich­nis für Wirt­schafts- und Handels­register­daten so­wie von Firmen­adressen, 2'500 eige­nen Schweizer Web­adressen (Domains) und 150 eigen­ständigen Infor­mations­por­talen.

www.help.ch

Kontakt

Email:
info@help.ch

Adresse:
HELP Media AG
Geschäftshaus Airgate
Thurgauerstrasse 40
CH-8050 Zürich




Copyright © 1996-2026 HELP Media AG, Geschäftshaus Airgate, Thurgauer­strasse 40, CH-8050 Zürich. Alle Angaben ohne Gewähr. Im­pres­sum / AGB, Nut­zungs­bedin­gungen, Daten­schutz­er­klärung