Merck startet klinische Phase-III-Studie mit Erbitux bei Magenkarzinom


09.07.2008, Darmstadt. Die Merck KGaA hat heute bekannt gegeben, dass der erste Patient in die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie EXPAND (Erbitux in combination with Xeloda and cisplatin in advanced esophago-gastric cancer) bei Magenkarzinomen aufgenommen wurde. Die Studie der Sparte Merck Serono untersucht den klinischen Nutzen des zielgerichteten Krebstherapeutikums Erbitux (Cetuximab) in Kombination mit Cisplatin und Capecitabin als Erstlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenen/metastasierten Adenokarzinomen des Magens einschließlich Adenokarzinomen des gastroösophagalen Übergangs (GEJ). Primärer Endpunkt der Studie ist die progressionsfreie Überlebenszeit.

„Der Start der EXPAND-Studie freut uns sehr, denn auf diesem Therapiegebiet besteht wirklich dringender medizinischer Bedarf“, sagte der leitende Prüfarzt der EXPAND-Studie Dr. Florian Lordick vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen der Universität Heidelberg. Magenkarzinome, umgangssprachlich auch Magenkrebs genannt, sind bekanntlich schwer zu behandeln und gehen mit einer schlechten Prognose einher. Bei operablen Magenkarzinomen kann eine Operation zur Heilung führen. Die meisten Patienten befinden sich jedoch zum Zeitpunkt der Diagnose bereits im Spätstadium der Erkrankung, so dass hier lediglich eine palliative (= schmerzlindernde) Chemotherapie eingesetzt werden kann.

„Die Rekrutierung in diese zulassungsrelevante Studie folgt drei erfolgreichen Phase-II- Studien zur Erstlinientherapie von Magenkarzinomen. Die EXPAND-Studie stellt einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung von Erbitux auf diesem Therapiegebiet dar“, sagte Dr. Wolfgang Wein, Executive Vice President Global Oncology bei Merck Serono. „Die Kombination von Standard-Chemotherapien mit innovativen zielgerichteten Therapeutika wie Erbitux spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung wirksamerer Krebstherapien und unterstreicht das Engagement von Merck Serono in der Onkologie.“

Erbitux ist ein monoklonaler Antikörper, der bereits für die Behandlung von metastasierten Kolorektalkarzinomen und Karzinomen des Kopfes und Halses zugelassen ist und als erste zielgerichtete Therapie auch einen signifikanten Überlebensvorteil bei der Erstlinientherapie des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms in einer Studie gezeigt hat, in die Patienten aller histologischen Gruppen eingeschlossen wurden. Ebenso wie die körpereigenen Antikörper, die als Teil des Immunsystems zirkulieren, erkennt Erbitux ein spezifisches Ziel und heftet sich daran an – in diesem Fall an den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor, der bei bestimmten Tumorarten, so auch beim Magenkarzinom, vermehrt exprimiert wird.

Magenkrebs ist weltweit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern und die vierthäufigste bei Frauen. Im Allgemeinen treten Magenkarzinome bei Männern doppelt so häufig auf wie bei Frauen. Jedes Jahr wird bei nahezu 930.000 Menschen weltweit die Diagnose Magenkarzinom gestellt und bei etwa 700.000 führt die Erkrankung zum Tod.

Bei der EXPAND-Studie handelt es sich um eine offene, kontrollierte multizentrische Studie, die weltweit etwa 870 Patienten in 150 Zentren in 25 Ländern einschließen wird.

ENDE Pressemeldung / Pressemitteilung Merck startet klinische Phase-III-Studie mit Erbitux bei Magenkarzinom


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