Air Berlin: Ermittlungsverfahren eingestellt





09.07.2008, Kein Insiderverdacht mehr gegen Air Berlin-Chef Joachim Hunold und Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Zurnieden. Nach mehr als einjährigen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart das Verfahren wegen des Verdachts verbotener Insidergeschäfte gegen den Vorstandsvorsitzenden von Air Berlin, Joachim Hunold, den Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Zurnieden und drei weitere leitende Mitarbeiter des Unternehmens wegen mangelnden Tatverdachts (§ 170 Abs. 2 StPO) am Dienstag eingestellt.

Am 19. Juni 2007 hatten Beamte der Staatsanwaltschaft Stuttgart sowie der Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Berlin, Büros und Wohnungen der Beschuldigten durchsucht und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt. Hunold hatte zwischen dem 1. und dem 8. Juni 2006 Air Berlin-Aktien zum Preis von 471.361,41 Euro, Zurnieden zwischen dem 3. und dem 17. Juli 2006 Aktien für insgesamt 1.028.233,88 Euro gekauft. Die drei anderen Mitarbeiter hatten Anlagen zwischen 20.000 und 52.000 Euro getätigt.

Da sich ein sechster Beschuldigter, ein in Stuttgart ansässiger EDV-Unternehmer laut Einstellungsbeschluss "damit gebrüstet hatte", er verfüge über Insiderinformationen aus dem Haus Air Berlin, nahm die Staatsanwaltschaft Stuttgart die Ermittlungen auf. Ende Mai 2006 hatten Übernahme-Gespräche zwischen dem Air Berlin-Vorstand und den Eigentümern der Münchener Fluggesellschaft dba begonnen. Bis zum Vertragsabschluss am 16. August 2006 drohten die Verhandlungen jedoch mehrfach zu scheitern. Als die Beschuldigten die Aktien kauften, war also keinesfalls sicher, dass die Übernahme der dba zustande kommen würde. Abgesehen davon war auch nicht zu erwarten, dass danach der Kurs der Air Berlin- Aktie steigen könnte.

Hunold und Zurnieden hatten von Anfang an ihre Unschuld beteuert und versichert, dass sie ihre Aktien damals nur gekauft hätten, um angesichts des sinkenden Kurses öffentlich ein Signal zu setzen. Die Käufe waren auch der Börsenaufsicht gemeldet und auf der Internetseite von Air Berlin veröffentlicht worden.

Joachim Hunold erklärte dazu am Mittwoch in Berlin: "Die mehr als einjährigen Ermittlungen waren für mich, meine Familie und meine Kollegen eine schwere Belastung. Ich bin froh, dass das nun endlich ausgestanden ist." Das Ermittlungsverfahren ergab auch, dass der Stuttgarter EDV-Unternehmer keine Kenntnis von Insiderinformationen hatte. Hunold und Zurnieden besitzen die damals gekauften Aktien immer noch.

ENDE Pressemeldung / Pressemitteilung Air Berlin: Ermittlungsverfahren eingestellt


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Über Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG:
airberlin ist in den letzten Jahren sowohl organisch als auch über Akquisitionen gewachsen. Zur airberlin group gehören neben airberlin die österreichische Airline NIKI » (49,9 Prozent), die Schweizer Fluggesellschaft Belair (49 Prozent) und die Düsseldorfer Fluggesellschaft LTU (100 Prozent).

Die NIKI Luftfahrt GmbH entstand aus der Aero Lloyd Austria GmbH, die von Niki Lauda im November 2003 mehrheitlich übernommen worden war. airberlin und NIKI schlossen im Januar 2004 die erste europäische Low-Fare-Allianz. Im Februar 2010 erhöhte airberlin ihren Anteil an NIKI von 24 auf 49,9 Prozent. Das Unternehmen hat seinen Heimatflughafen in Wien und bedient neben Zielen in Österreich viele weitere Destinationen in Europa.

Im November 2007 erwarb airberlin vom bisherigen Alleineigentümer Hotelplan eine49-prozentige Beteiligung an Belair Airlines AG und übernahm die wirtschaftliche Verantwortung für die Schweizer Fluggesellschaft. Im Oktober 2009 wurde eine Stiftung zum neuen Eigentümer von 51 Prozent der Belair, wobei airberlin von der Stiftung eine Option auf den Erwerb dieses Anteils eingeräumt wurde. Belair hat seinen Heimatflughafen in Zürich und bedient Feriendestinationen im Mittelmeerraum, Ägypten, die Kanarischen Inseln und deutsche Metropolen.

1955 wurde die LTU (Lufttransport-Union, ab 1956 Lufttransport-Unternehmen) gegründet. Von Rewe-Touristik im Jahr 2000 übernommen, stiegen 2006 die Nürnberger Intro Verwaltungs GmbH und LTU-Geschäftsführer Jürgen Marbach in das Unternehmen ein. Ab 2007 entwickelte sich die LTU vom Charter- zum Liniencarrier. Im August 2007 übernahm airberlin die LTU und integrierte sämtliche Maschinen in die eigene Flotte.


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