Wissenschaft und Wirtschaft sind sich einig Die Energiewende braucht Speicher, nicht Stillstand


Wissenschaft und Wirtschaft sind sich einig Die Energiewende braucht Speicher, nicht Stillstand
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13.04.2026, Batteriespeicher sind systemreif, wirtschaftlich tragfähig und unverzichtbar für eine fossilfreie Energieversorgung. Während die energiepolitische Debatte in Deutschland aktuell von Zurückhaltung geprägt ist, setzte der 1. Hamburger Batterietag ein klares Signal für Beschleunigung und Umsetzung.

Die Keynote:

Prof. Maximilan Fichtner, Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm und Professor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), macht deutlich: Deutschland steht am Scheideweg der Energiewende - und Batterien sind der Schlüssel. "Der Erntefaktor von fossilen Energieträgern sinkt dramatisch - wir müssen in andere Technologien investieren, sonst laufen wir ins energetische Aus", warnte Fichtner. Fossile Energien verlieren an Effizienz, Wind- und Solarstrom unterliegen starken Schwankungen - Speicher sind unverzichtbar, sowohl für Haushalte als auch für Quartiere, Industrie und Städte. Gesetzgeber müssen deshalb den raschen Ausbau von Speichertechnologien fördern, Standards für Qualität, Lebensdauer und Kreislaufwirtschaft definieren und bürokratische Hürden abbauen. Verzögerungen kosten Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz.

Über den 1. Batterietag:

Auf Einladung des EnergieBauZentrums Hamburg sowie der Partner NAEXT, FRANK, SCADA-Automation und HOSENSO diskutierten führende Vertreter*innen aus Wissenschaft, Energiewirtschaft und Praxis in der Superbude Hamburg Altona die Rolle von Batteriespeichern als Schlüsseltechnologie der Energiewende. Tenor aller Beteiligten: "Die Technologie ist bereit. Die Geschäftsmodelle funktionieren. Jetzt braucht es Verlässlichkeit statt Verzögerung." Die Lebenszyklusbetrachtung zeigt: Batterieelektrische Fahrzeuge sind effizienter, einfacher, wartungsärmer - und klimafreundlicher als Verbrenner. Wasserstofffahrzeuge hingegen seien aktuell eher Teil des Problems. "Die alte Welt stirbt, die neue kämpft ums Geborenwerden - wer im Verbrennerbereich verharrt, schrumpft." Förderung solle gezielt in Elektromobilität fließen, inklusive Ladeinfrastruktur, Recyclingstrategien und lokal produzierten Batteriespeichern. Subventionen für ineffiziente Technologien würden die Wende verschleppen.

Made in Germany: Qualität statt billig

Prof. Fichtner warnte vor Billigimporten: Diese bergen Sicherheitsrisiken, kurze Lebensdauer und unsichere Lieferketten. Deutsche Speichertechnologie verbindet Entwicklungsdesign, Produktion und Qualitätssicherung und ermöglicht langlebige, recyclingfähige Lösungen. Second-Life-Batterien verlängern den Lebenszyklus und sparen CO2. "Nicht alles, was billig ist, ist auch nachhaltig oder sicher - wir müssen auf Qualität und Lebensdauer achten." Förderprogramme und regulatorische Rahmen müssten deutsche und europäische Speichertechnologien priorisieren und gleichzeitig Kreislaufwirtschaft und Second-Life-Lösungen standardisieren.

Quartiere als dezentrale Energiesysteme

Praxisprojekte wie die von FRANK im Immenweg oder Speicherlösungen von NAEXT zeigen: PV, BHKW, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und Batteriespeicher funktionieren zusammen - wenn Politik und Regulierung mitspielen. Intelligente Steuerung, digitale Zwillinge und Lastmanagement erhöhen Autarkie, senken Kosten und stabilisieren Netze. Gesetze müssten rechtliche Hürden für Mehrparteienhäuser und Quartierslösungen abbauen, standardisierte Mess- und Steuerkonzepte einführen und Investitionssicherheit garantieren. Nur so kann die dezentrale Energiewende flächendeckend umgesetzt werden.

Technologie ist reif - Märkte sind bereit

"Batteriespeicher sind keine Zukunftsvision mehr. Sie sind zentrale Infrastruktur für ein stabiles Energiesystem", erklärte Fichtner. Nick Zippel, Geschäftsführer der HWP Handwerkspartner GmbH und Mitgründer von NAEXT, unterstreicht die praktische Umsetzung: "Der Hamburger Batterietag zeigt: Wir gestalten die Energiewende, statt nur zu diskutieren. Handwerk, Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten gemeinsam an Lösungen - und setzen Tempo statt Stillstand. Heute haben wir gezeigt, wie eng die Zusammenarbeit bereits ist: starke Handwerker wie die HWP Handwerkspartner Gruppe sowie fossilfrei ausgerichtete Energieversorger wie FRANK Ecoenergy GmbH und naturstrom bilden eine enge Bande. Dieses Zusammenspiel ist entscheidend, um das Energiesystem konsequent regenerativ umzubauen - für eine resiliente Volkswirtschaft und mehr Unabhängigkeit von fossilen Engpässen wie bei Öl und Gas." Unternehmerische und technologische Expertise treffen so aufeinander, um die Energiewende greifbar und praktisch umsetzbar zu machen.

Auch aus Sicht der Energiewirtschaft ist die Botschaft eindeutig. Dr. Sarah Debor, Geschäftsbereichsleiterin bei der naturstrom AG, betonte die wachsende Bedeutung von Mittel- und Großspeichern als wirtschaftliches Instrument: "Speicher sind kein Kostentreiber, sondern ein Marktmechanismus. Sie entscheiden darüber, ob erneuerbare Geschäftsmodelle skalieren können."

Praxis zeigt: Umsetzung ist möglich

Wie Batteriespeicher heute bereits Mehrwert schaffen, zeigten Praxisbeispiele aus Quartieren, Gebäuden und der industriellen Anwendung. Henning Behn, Gründer und Geschäftsführer von NAEXT, machte deutlich, dass Projekte weniger an Technik als an regulatorischer Unsicherheit gebremst werden. Sein Unternehmen entwickelt nachhaltige Batteriespeicher "Made in Germany". "Wenn wir beim Speicherausbau Tempo verlieren, verlieren wir nicht nur Klimaziele, sondern auch industrielle Wertschöpfung." Im Panel diskutierten neben Fichtner, Debor und Behn auch Dr. Enno Wolf, ehemaliger COO von LichtBlick SE, sowie Nick Zippel, Geschäftsführer der HWP, sowie Mitgründer von NAEXT.

Systemstabilität statt fossiler Reserve

Die Expertinnen und Experten sind sich einig: Ein wachsender Anteil erneuerbarer Energien erfordert intelligente Netzintegration, Flexibilität und dezentrale Speicherlösungen - in Gebäuden, Quartieren, Gewerbe und Industrie. "Speicher bremsen nicht - sie ermöglichen", lautete die zentrale Botschaft des Batterietags. Praxisbeispiele aus Quartieren, Gebäuden und der Industrie verdeutlichten: Batteriespeicher schaffen heute bereits Mehrwert. Im Panel wurde deutlich: Nicht ein Zu viel an erneuerbaren Energien gefährdet die Versorgungssicherheit - sondern ein Zu wenig an Speicherlösungen.

Hamburg als Standortsignal

Der Hamburger Batterietag versteht sich bewusst als konstruktiver Gegenpol zu einer energiepolitischen Debatte, die aktuell stärker auf Zurückhaltung setzt. Nicht ideologisch, sondern faktenbasiert und marktwirtschaftlich argumentiert die Veranstaltung für Beschleunigung, Investitionssicherheit und technologische Offenheit. "Transformation passiert dort, wo gehandelt wird - nicht dort, wo gezögert wird." Der Hamburger Batterietag ist als wiederkehrendes Format geplant.

Teilnehmerliste:

Prof. Dr. Maximilian Fichtner, Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm (HIU) für Elektrochemische Energiespeicherung

Dr. Enno Wolf, ehemaliger COO von LichtBlick SE

Nick Zippel, Geschäftsführer HWP Handwerkspartner und Mitgründer von NAEXT

Henning Behn, Geschäftsführer und Mitgründer von NAEXT

Dr. Sarah Debor, Geschäftsbereichsleiterin für Urbanes Wohnen und Gewerbe bei naturstrom

Nicola Beck, Leiterin EnergieBauZentrum

Benedikt Leidorf, Head of Energy & Real Estate Solutions bei FRANK und Geschäftsführer der FRANK Ecoenergy GmbH

Tomas Fernandez y Wiese, Geschäftsführer der HOSENSO GmbH

Martin Spiegel, geschäftsführender Gesellschafter der SCADA-Automation

Elektro statt Wasserstoff - pragmatische Mobilität

Pressekontakt:

Leonie Zippel

NAEXT GmbH

+49 (0) 173 5750733

media@naext.de

www.energiewende-braucht-speicher.de



ENDE Pressemeldung / Pressemitteilung Wissenschaft und Wirtschaft sind sich einig Die Energiewende braucht Speicher, nicht Stillstand


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: NAEXT GmbH



Quellen:
Newsaktuell   HELP.ch


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