Klimaschutz: Strategien kombinieren, Emissionen senken


Klimaschutz: Strategien kombinieren, Emissionen senken


04.02.2026, Eine Maßnahmenkombination - von CO2-Preis und Mineralölsteuer bis zu Forschung und Investition in erneuerbare Energien - ist am wirksamsten für den Klimaschutz. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, die Regierungsmaßnahmen in 40 Ländern über Jahrzehnte verglichen hat und aktuell in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Climate Policy veröffentlicht ist. Das Forschungsteam, dem Expertinnen und Experten der LMU sowie der Universitäten Barcelona, Lausanne und Oslo angehören, untersuchte darin politische Maßnahmen und ihre Effekte auf das Klima in einem Zeitraum von 32 Jahren.

"Regierungen weiten ihre politischen Bemühungen um den Klimaschutz aus - doch zu bewerten, was die einzelnen Maßnahmen bewirken, ist durch die wachsende Zahl parallel bestehender Instrumente sehr anspruchsvoll", erklärt Professor Christoph Knill, Leiter des Lehrstuhls für Empirische Theorien der Politik an der LMU und Co-Autor der Studie. Insbesondere ließen sich die Wirkungen einzelner politischer Instrumente kaum isoliert betrachten, weil die Effekte zahlreicher anderer Maßnahmen hineinspielten. "Ziel unserer Studie war eine länderspezifische Bewertung, um herauszufinden, welche Klimaschutzmaßnahmen den größten Nutzen bringen können."

Wirksamer Umweltschutz in Norwegen und Schweden

Das internationale Team analysierte politische Maßnahmen und ihre Wirkungen in der Zeit von 1990 bis 2022. Mit einer neuartigen statistischen Methode, die es erlaubt, mehrere Parameter der einzelnen Instrumente zugleich zu modellieren, konnten die Forschenden die Wirksamkeit 1.737 einzelner Regeln zum Klimaschutz evaluieren. Dabei stellten sie im Modell sicher, dass nur Initiativen mit ausreichender empirischer Evidenz berücksichtigt wurden.

Die Forschenden kamen zu dem Schluss, dass ein vielfältiges und umfassendes Repertoire politischer Instrumente wirksamer ist, als auf Einzelmaßnahmen zu vertrauen. "Effektiver Klimaschutz hängt nicht davon ab, eine einzige, optimale Vorgehensweise zu finden", so Christoph Knill. "Stattdessen zeigen politische Strategien dann Wirkung, wenn mehrere Maßnahmen über einen längeren Zeitraum implementiert und gut aufeinander abgestimmt werden." Das Team verweist in der Publikation auf Schweden und Norwegen, deren breite Maßnahmenpakete der Studie zufolge große Wirksamkeit für den Klimaschutz zeigen.

Orientierung für Entscheidungsträger

Bestimmte Maßnahmen entfalten laut Studie besonders nachhaltige Wirkung: Kohlendioxid-Bepreisung und Mineralölbesteuerung, wissenschaftliche Forschung zum Klima sowie Investitionen in erneuerbare Energien waren über längere Zeiträume und Landesgrenzen hinweg im Zusammenspiel mit unterschiedlichsten weiteren Klimaschutzmaßnahmen überdurchschnittlich effektiv.

Die Ergebnisse der Studie sollen politischen Entscheidungsträgern praktische Orientierung bieten, die in ihrem jeweiligen nationalen Kontext wirksamsten Instrumente zu identifizieren. So könnten Länder wie Australien, Kanada und Japan der Analyse zufolge ihre Kohlenstoffdioxidemission effektiv verringern, indem sie die Mineralölsteuer erhöhen.

Das neu entwickelte statistische Modell sei zudem auch auf andere schnell wachsende Politikfelder anwendbar, um die Effektivität von Maßnahmen zu überprüfen.

Publikation

Xavier Fernández-i-Marín, Markus Hinterleitner, Christoph Knill, Yves Steinebach: "Effective Climate Policies for 'All Seasons': Novel Evidence from 40 Countries". In: Climate Policy 2026

https://doi.org/10.1080/14693062.2025.2598 684

Kontakt

Prof. Dr. Christoph Knill

Ludwig-Maximilians- Universität München

Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft

Lehrstuhl für Empirische Theorien der Politik

Telefon: +49 89 2180 9061

E-Mail: christoph.knill@gsi.uni-muenchen.de

Pressekontakt:

Claudia Russo

Ludwig-Maximilians- Universität München

Leopoldstr. 3

80802 München

Phone: +49 (0) 89 2180-2706

E-Mail: Claudia.Russo@lmu.de



ENDE Pressemeldung / Pressemitteilung Klimaschutz: Strategien kombinieren, Emissionen senken


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.



Quellen:
Newsaktuell   HELP.ch


Newsletter abonnieren
Auf  diesem Link abonnieren Sie unseren Newsletter und sind stets aktuell informiert.


Eigene News publizieren
Haben Sie eine aktuelle Firmeninformation oder ein Angebot, dass Sie hier publizieren möchten?
Auf  diesem Link erfassen Sie die entsprechenden Informationen.

Aktuellenews.de

Der Onlineverlag HELP Media AG publiziert seit 1996 Konsumenten­in­for­mationen.

Referenzen

  Online-Shop

HELP Media AG in Social Networks
Facebook X (früher Twitter) Instagram LinkedIn YouTube

Ihre Werbe­plattform

HELP.CH your e-guide ® ist ein führendes Ver­zeich­nis für Wirt­schafts- und Handels­register­daten so­wie von Firmen­adressen, 2'500 eige­nen Schweizer Web­adressen (Domains) und 150 eigen­ständigen Infor­mations­por­talen.

www.help.ch

Kontakt

Email:
info@help.ch

Adresse:
HELP Media AG
Geschäftshaus Airgate
Thurgauerstrasse 40
CH-8050 Zürich




Copyright © 1996-2026 HELP Media AG, Geschäftshaus Airgate, Thurgauer­strasse 40, CH-8050 Zürich. Alle Angaben ohne Gewähr. Im­pres­sum / AGB, Nut­zungs­bedin­gungen, Daten­schutz­er­klärung